Markt & ZahlenMeldung

Designwirtschaft in Deutschland: 23,4 Milliarden Euro Umsatz, rund 300.000 Erwerbstätige

Die Designwirtschaft ist nach der Software- und Games-Industrie der zweitgrößte Arbeitgeber der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft. Rund 57.270 Unternehmen erwirtschafteten laut dem Monitoringbericht des Bundeswirtschaftsministeriums 23,4 Milliarden Euro Umsatz, 2,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Was die Zahlen über den Markt für Agenturen und Studios sagen.

Von Jonas Reinholt, Redaktion Designrepublik: Aufträge, Rechte, Honorare, Förderung, Köpfe der Kreativwirtschaft

Designwirtschaft in Deutschland: 23,4 Milliarden Euro Umsatz, rund 300.000 Erwerbstätige
Symbolbild: Designrepublik (KI-generiert)

Die Designwirtschaft ist der zweitgrößte Teilmarkt der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft, gemessen an den Beschäftigten. Knapp 300.000 Menschen arbeiten in Agenturen, Studios und als Selbstständige, nur die Software- und Games-Industrie zählt mehr. Das geht aus dem Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, der die amtlichen Zahlen für das Jahr 2023 zusammenführt; ein neuer Bericht mit den Daten für 2024 steht noch aus.

Rund 57.270 Unternehmen erwirtschafteten demnach 23,4 Milliarden Euro Umsatz, 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind 11,5 Prozent des gesamten Umsatzes der Kultur- und Kreativwirtschaft. Innerhalb des Teilmarkts stellt das Werbedesign mit 39 Prozent die meisten Erwerbstätigen, gefolgt von Grafik- und Kommunikationsdesign mit 20 Prozent und selbstständigen Fotografen mit 18,3 Prozent. Industrie-, Produkt- und Modedesign bilden die kleineren Gruppen.

Der Bericht zählt Unternehmen ab 22.000 Euro Jahresumsatz, also auch Soloselbstständige mit Umsatzsteuer-ID. Ein großer Teil der Branche arbeitet damit in Betrieben mit einer bis drei Personen.

Was das für Kreative heißt

Der Markt ist groß, aber kleinteilig: Die Durchschnittsfirma der Designwirtschaft setzt gut 400.000 Euro im Jahr um, und das Mittel verdeckt viele Studios weit darunter. Für die Honorarverhandlung heißt das: Der Preis entsteht nicht aus Branchenwachstum, sondern aus der Spezialisierung. Wer in Werbedesign allgemein anbietet, konkurriert mit 39 Prozent der Branche. Wer Verpackung, UX für Medizingeräte oder Signaletik anbietet, mit deutlich weniger.

Quellen

Laut Designrepublik

„Die Designwirtschaft ist nach der Software- und Games-Industrie der zweitgrößte Arbeitgeber der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft. Rund 57.270 Unternehmen erwirtschafteten laut dem Monitoringbericht des Bundeswirtschaftsministeriums 23,4 Milliarden Euro Umsatz, 2,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Was die Zahlen über den Markt für Agenturen und Studios sagen.“

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